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HEIKE TSCHIRNER: Meerschweinchen-Notstation, Tierbuch-Autorin, Tierkommunikatorin und TK-Seminare
h.meeris@gmx.de, https://www.facebook.com/heike.link.7

 

Bitte mache Dich VOR! der Anschaffung von Meeris sachkundig

darüber, ob es die für Dich geeigneten Tiere sind, stelle Dir ehrlich

folgende Fragen, denn "spontane Anschaffung" und "fürs Kind als 

kinderzimmer-Spieltier" hat zumeist fatale Folgen für die Meeris,

sie werden zu Kleinanzeigen-Wanderpokalen! 

 

Hier geht es zu den Fragen: Meeri-Vermittlung (1. Seite)

 

Der wöchentliche Meerschweinchen-Check

     Du hast Deine Meerschweinchen lieb?

     Du möchtest, dass Deine Meerschweinchen lange gesund

     bei Dir sind und alt werden?

     Die Meerschweinchen befinden sich in Deiner Obhut und

     Du bist für ihr Wohlergehen verantwortlich!

 

Warum ist der wöchentliche Meerschweinchen-Check so wichtig?

 

Meerschweinchen sind Fluchttiere und gehören zu den Beutetieren, dass

heißt, sie haben trotz Züchtungen ihre Urinstinkte nicht verloren. Zeigt das

Meerschweinchen seine Krankheit offensichtlich an, würde es in der Natur

zur leichten Beute werden und könnte auch aus seinem Rudel verstoßen

werden, da kranke Meeris eine Gefahr für das Rudel darstellen.

 

Somit verbirgt das Meerschweinchen seine Krankheit bis es nicht mehr

geht und dann ist es für eine tierärztliche Behandlung zumeist zu spät.

 

Außerdem kann durch das Fell sehr schlecht de gesundheitliche

Zustand z. B. das Gewicht eingeschätzt werden. Aber anhand von wöchent-

lichen Gewichtsaufzeichnungen kann festgestellt werden, ob das Meeri

gesund ist. Zeigt das Gewicht von einer zur anderen Woche Abweichungen

von 50 Gramm und mehr, ist dies ein abolutes Alarmzeichen. Auch eine

schleichende Abnahme z. B. über einige Wochen ist ein Anzeichen von

Krankheit.

 

Die wichtigsten Infos in Kurzfassung:

 

Meerschweinchen (Nagetiere) gehören zu den Herbivoren, dass bedeutet,

dass sie sich pflanzlich ernähren (Gemüse, Obst, Kräuter, vieles aus dem

Garten, Äste, Blätter, Gräser etc. und als Grundnahrung qualitativ hochwertiges

Heu nicht im Plastibeutel (Schimmelpilzgefahr) immer zur freien Verfügung. Es

sind tag- aber auch nacht aktive Tiere.

 

 

https://www.heu-tom.de - hier eignet sich das Wiesenheu am besten,

da es nicht zu kräuterreich ist.

 

Meerschweinchen sind Nestflüchter, sie werden mit Fell und geöffneten Augen 

geboren (den Milch-Zahnwechsel machen sie im Mutterleib), sie können

direkt laufen. Die Magen-Darmflora baut sich am 1. Lebenstag auf und ab dem

2. Tag trinken sie selbstständig bei der Meeri-Mama Milch und ab ca. 3. Tag

fangen sie auch an am Frischfutter zu fressen.

 

Meerschweinchen haben einen Stopfdarm (keine eigene Peristaltik - Bewegung-

die entsteht nur durch fressen) und fressen über den Tag und Nacht verteilt

immer in kleinen Portionen, um den Stopfdarm in Gang zu halten.

Sie können, wie wir Menschen, Vitamin C nicht selbst bilden und müssen

dies über ihre Nahrung erhalten.

 

Zudem verfügen Meerschweinchen über lebenslang nachwachsende Zähne,

damit diese nicht in Fehlstellung geraten, müssen sie immer genügend Abrieb

haben - durch Heu, Äste, Nagermaterial. Sie selektieren aus dem Heu nur

das, was sie auch verwerten können, deshalb lege bitte 2x täglich

frische Heu nach. Meeris sind sehr bewegungsfreudige Tiere und sie gehören

nicht in die handelsüblichen Gitterkäfige, diese bieten nicht genügend Platz! 

 

Kein Schwein will hinter Knastgittern leben! 

 

  

Meerschweinchen (Fluchttier) sind denkbar ungeeignet als "Kinder-

zimmer-Tiere", sie sind weder pflegeleicht noch anspruchslos in der Haltung,

Ernährung und Gesunderhaltung, sondern es ist genau das Gegenteil. 

Kinder können Krankheiten nicht frühzeitig erkennen und so leiden die 

Meeris still und liegen dann für den Menschen "ganz plötzlich" tot im Gehege.

 

Physiologische Daten der Hausmeerschweinchen  - Cavia aperea (porcellus) –

 

Körperlänge

Erwachsene Tiere ca. 20 – 35 cm

Gewicht

 

Böckchen: 800 – 1600 g      Weibchen: 700 – 1200 g, das Gewicht ist auch rasseabhängig

Herzfrequenz               

230 – 380/Min

Atemfrequenz

Ca. 100 – 150/Min

Köpertemperatur

37,4 – 39,5 °C

Wasserverbrauch

10 ml/je 100 g Gewicht pro Tag, wird u.a. auch über das Frischfutter aufgenommen

Futterverbrauch

10 - 16 g je 100 g Körpergewicht

Ausgewachsen

Zwischen 8 – 12 Monaten

Geschlechtsreife

Ab dem 28 – 35 Lebenstag zeugungsfähig und abgeschlossene Geschlechtsreife ca. mit 8 Wochen, wichtig ist es dann zeitig die jungen Böckchen von der Mutter und weiblichen Geschwistern zu trennen. Das Meerschweinchenweibchen ist 1,5 - 13 Stunden nach der Geburt wieder deckungsbereit

Weibchen Geschlechts-zyklus

14 – 18 Tage

Wurfgröße

1 – 6 Meerschweinchenbabys

Lebenserwartung

Im Durchschnitt 5 – 8 Jahre – bei guter Haltung, Ernährung und Gesunderhaltung. In Ausnahmefällen auch älter.

 

Das Weibchen ist nach der Geburt ihrer Babys sehr schnell- (siehe oben)

wieder deckungsbereit, deshalb muss der unkastrierte Bock unbedingt

zuvor von dem Weibchen getrennt werden. Im Sinne des Tierschutzes,

bitte nur kastrierte Böcke mit Mädels zusammensetzen, um weiteren

unerwünschten Nachwuchs zu vermeiden.

 

Böckchen sind unbedingt vor der Geschlechtsreife (Abstieg der Hoden in

ca. der 6. Lebenswoche - wobei es hier durchaus auch frühreife Böckchen gibt)

von dem Muttertier und weiblichen Geschwistern zu trennen, da sonst Inzucht

entsteht und somit auch Erbkrankheiten. Generell sind die  sogenannten

„Kinderzimmer-Vermehrungen“ abzulehnen, die Meerschweinchenbabys

sind zu Anfang süß, wachsen aber schnell und was ist dann?

Wohin mit den Meerschweinchen?

 

Außerdem kennen sich die wenigsten mit der Genetik aus und wissen gar nicht,

was sie für Krankheiten „züchten“ können und trennen auch aus Unwissenheit zu

spät den zeugungsfähigen Bock und die geschlechtsreifen Baby-Böckchen von

den Weibchen. Bei Meerschweinchen-Mädchen, die älter als 1 Jahr sind und noch

keine Babys hatten, verknöchert sich Becken und kann sich auch bei dem

Geburtsvorgang nicht mehr weiten, wodurch die Geburt der Babys dann tödlich

verlaufen kann, weil sie nicht mehr durch das verengte Becken passen.

 

  

Auszüge aus meinem Buch: "Meerschweinchen... naturheilkundlich behandeln". Copyright